Willkommen…

…bei der APH, der Arbeitsgemeinschaft für integrative Psychoanalyse, Psychotherapie & Psychosomatik Hamburg e. V. und der Akademie für Psychotherapie, Psychosomatik und Psychoanalyse Hamburg, APH gGmbH.

Seit 1990 bietet die APH gemäß den gesetzlichen Bestimmungen Aus- und Weiterbildung für ÄrztInnen, PsychologInnen, PädagogInnen und SozialpädagogInnen in folgenden Bereichen an:

  • Tiefenpsychologisch fundierte Psychotherapie (Erwachsene sowie Kinder –und Jugendliche)
  • Psychoanalyse (Erwachsene sowie Kinder- und Jugendliche)
  • Gruppenpsychotherapie

Die APH ist ein Aus- und Weiterbildungsinstitut mit der staatlichen Anerkennung (nach Psychotherapeutengesetz und gemäß der Hamburger Ärztekammer) und freies Institut der DGPT.

Außerdem werden vom Beirat der APH für bereits Approbierte (akkreditierte) Fortbildungsveranstaltungen angeboten, die auch KandidatInnen und interessierten Laien offen stehen.

Die APH hat eine schulenübergreifende, integrative Ausrichtung. Das bedeutet, dass die verschiedenen relevanten psychoanalytischen Schulen und Strömungen in Theorie und Praxis repräsentiert sind. Auch das gemeinsame Lehren und Lernen von Psychologen, Pädagogen und Ärzten ist uns in langer Tradition sehr wichtig.

Es besteht eine langjährige und positive Kooperation mit den ansässigen psychosomatischen Kliniken und Kliniken für Psychiatrie und Psychotherapie, so dass gute Möglichkeiten für die ausbildungsrelevanten Praktika gegeben sind.

Aktuelle Informationen

Aufgrund der aktuellen Pandemiesituation überdenken wir kontinuierlich alle Veranstaltungen.

Momentan sind geplant:

25. Oktober 2021 – 20:30 Uhr

Infoveranstaltung zur Möglichkeit d. DGPT-Mitgliedschaft für Ausbildungskandidaten und Dozenten der APH

Die APH ist seit fast 20 Jahren ein DGPT Institut und wir möchten Sie darüber informieren, was es für uns und Sie bedeutet ein Mitglied der DGPT und der Freien Institute zu sein, und wie wir alle davon profitieren.

Mitglied können nur die TP`ler und die PA`ler werden.

Teilnehmerzahl: offen

Anmeldung: ID 1007 oder support@aph-online.de

Ort: online (zoom)


FORTBILDUNG MIT FILM
„Das weiße Band“ von Michael Haneke, Goldene Palme 2009

Freitag 12. November 2021 von 20:00 – 23:00 Uhr
Frau Dr. med. Gabriele Ramin, Hamburg

Fachärztin für Psychotherapeutische Medizin (DGPM), in eigener Praxis seit 1986 in Hamburg. Seit 25 Jahren Seminare u.a. zu den Themen „Kindertherapie“, „Sprachentwicklung und Sprachstörungen“, „Essstörungen“„Sexueller Mißbrauch“. Lehrtherapeutin am Fritz Perls Institut. Supervisorin (DGSv), Dozentin an der APH und des IfP Instituts für Psychotherapie der Universität Hamburg) „Das weiße Band“ von Michael Haneke wurde nach seinem Erscheinen rasch zu einem viel gesehenen Film. Er beschreibt eindringlich und intensiv die Geschichte eines kleinen Dorfes und seiner Kinder vor dem ersten Weltkrieg – in der Zeit der sog. Schwarzen Pädagogik, wie wir sie aus dem ausgehenden 19 Jhd. kennen. Wikipedia schreibt: „Der Film verdeutlicht das bedrückende, insbesondere für die Heranwachsenden traumatisierende soziale und zwischenmenschliche Klima der damaligen Zeit, das selbst im engen Familienkreis von Unterdrückung und Verachtung, Misshandlung und Missbrauch sowie Frustration und emotionaler Distanz geprägt ist.“

Wir wollen uns mittels unseres tiefenpsychologisch geprägten Verständnisses an die Betrachtung dieses Films machen, um die Hintergründe und innerseelischen Folgen einer solchen Erziehung zu beleuchten.
Anschließend Diskussion

Teilnehmerzahl: max. 30 Personen
Anmeldung: support@aph-online.de
Ort: APH – Seewartenstraße 10 Haus 4 in 20459 Hamburg auf dem Gelände des ehemaligen Hafenkrankenhauses
Termin: Freitag
Uhrzeit: 20 bis ca, 23 Uhr
Gebühr für Vortrag: 15 €
Weiterbildungsteilnehmerinnen der APH: 10 €
Fortbildungspunkte: 2


„Der Fall Wilhelm Reich“. Österreich 2012

Regie: Antonin Svoboda. Darsteller: Karl Maria Brandauer, Julia Jentsch
Länge: 110 Min.


Freitag 03. Dezember 2021 von 20:00 – 23:00 Uhr
Dr. phil. Bernd Nitzschke, Düsseldorf


Diplom-Psychologe – Psychoanalytiker (DGPT), Psychologischer Psychotherapeut. Autor. Stichpunktartige Erläuterungen (ca. 15 min) wichtiger biographischer Zusammenhänge, die dem Verständnis des Films dienen, in dem – mit Rückschau auf sein Leben vor der Emigration – die Geschehnisse der letzten Lebensjahre Wilhelm Reichs in die USA. gezeigt werden: Reich als Schüler Freuds in den 1920er Jahren; Reichs politisches Engagement (Psychoanalyse und Marxismus); Reichs Kampf gegen den Faschismus; Reichs Ausschluss aus der Internationalen Psychoanalytischen Vereinigung; Reichs Orgontheorie; Verhaftung
und Tod Reichs in einem Gefängnis in den USA. Anschließend Diskussion


Teilnehmerzahl: max. 30 Personen
Anmeldung: support@aph-online.de
Ort: APH – Seewartenstraße 10 Haus 4 in 20459 Hamburg
auf dem Gelände des ehemaligen Hafenkrankenhauses

Gebühr für Vortrag: 15 €
WeiterbildungsteilnehmerInnen der APH: 10 €
Fortbildungspunkte: 2


Workshop mit Dr. Bernd Nitzschke zu Vortrag und Film
„Der Fall Wilhelm Reich“


Samstag 04. Dezember 2021 von 9:30 – 16:00 Uhr


Vertiefung (Vortrag zur Werkbiographie Wilhelm Reichs mit Diskussion)
Welche Zusammenhänge gibt es zwischen Wilhelm Reichs Werk und seiner
Lebensgeschichte? Es geht dabei u. a. um folgende Fragen:
Wie viele Traumata hätte Wilhelm Reich symptomfrei überstehen müssen, um sich und sein
Werk davor zu bewahren, als verrückt abgestempelt zu werden?

  1. Die Psychoanalyse im Dritten Reich
    Warum wurde Wilhelm Reich nach Hitlers Regierungsantritt per Geheimbeschluss aus den
    psychoanalytischen Organisationen ausgeschlossen?
  2. Die Aufarbeitung der Geschichte der Psychoanalyse im Dritten Reich nach 1945
    • Wurde Wilhelm Reich nach 1945 von den Funktionären der Internationalen
    Psychoanalytischen Vereinigung (IPV), der Deutschen Psychoanalytischen
    Vereinigung (DPV) und der Deutschen Psychoanalytischen Gesellschaft (DPG) als
    Verfolgter des NS-Regimes anerkannt?
    • Wie würdigten die Repräsentanten der psychoanalytischen Institutionen Wilhelm
    Reichs Widerstand gegen das nationalsozialistische Terrorregime?
    • Gab es nach dem Ende des II. Weltkriegs Versuche, Wilhelm Reichs Widerstand
    gegen Hitler mit Hinweis auf seine Persönlichkeit zu diskreditieren?
    14.30-16.00 Uhr (1 DS)
  3. Diskussion von Ausschnitten aus Wilhelm Reichs „Massenpsychologie des Faschismus“
    (1933) (das gesamte Hörbuch dauert ca. 2 Stunden).

  4. Teilnehmerzahl: bis 16
    Anmeldung: support@aph-online.de
    Ort: APH – Seewartenstraße 10 Haus 4 in 20459 Hamburg
    auf dem Gelände des ehemaligen Hafenkrankenhauses
    Gebühr: 80€
    WeiterbildungteilnehmerInnen : 30€
    Fortbildungspunkte: 6

November 2021

Fallseminar NFIP im Bremer Institut PSIB


Fortbildung mit Film
„Joker“ (Regie: Todd Phillips; USA 2019)


Freitag 28.01.2022 von 20-23 Uhr
Dr. Theo Piegler, Hamburg
Dozent, Lehrtherapeut und Supervisor an der APH


Der Film ist eine Produktion von Warner Brothers, zu deren Imperium auch DC-Comics, ein
bekannter Comic-Verlag, gehört. „Joker“ ist eine Comicverfilmung von Todd Phillips aus dem
Jahr 2019, „basierend auf Figuren aus dem DC-Universum“. Trotz einer Reihe von
Anspielungen ist der Film aber ein ganz eigenständiges Werk. Ende August 2019 hatte er bei
den Filmfestspielen von Venedig seine Weltpremiere, wo er den „Goldenen Löwen“ gewann.
Schon ehe er dann in die Kinos kam, hat er für viel Aufregung gesorgt. Ob die Figur des Jokers
im aktuellen gesellschaftlichen Klima nicht eine Zumutung sei, warum man diese Geschichte
überhaupt erzählen müsse, Amerika erlebe schließlich einen Gewaltakt von einem Typen wie
Arthur Fleck, dem Protagonisten also, praktisch jede zweite Woche. Die „Süddeutsche
Zeitung“ brachte es auf den Punkt: „Ein Meisterwerk, schreiben die einen; die Glorifizierung
eines Massenmörders die anderen“. Der Film hat einen Traumstart hingelegt und bis Ende
2019 schon über 994 Millionen US-Dollar eingespielt. Damit ist er auf dem besten Weg, der
erfolgreichste nur für Erwachsene zugelassene Blockbuster aller Zeiten zu werden.
Was ist das Mysterium dieses polarisierenden Films, der die Geschichte eines als Clowns
tätigen Mannes zeigt, der u.a. an einer Pseudobulbärparalyse leidet, die ihn gerade in
Stresssituationen – völlig situationsinadäquat – lauthals loslachen lässt? Persönlich immer
wieder gedemütigt und belogen, wird er, nachdem auch noch seine Therapie staatlicherseits
gestrichen wird, zum Mörder und setzt ungewollt eine gesellschaftliche Bewegung in Gang,
bei der sich in der unwirtlichen Megacity Gotham die Armen gegen die Reichen auflehnen.
Anschließend Diskussion


Teilnehmerzahl: bis max. 30 Personen
Anmeldung: support@aph-online.de
Ort: APH
Seewartenstraße 10 Haus 4 in 20459 Hamburg
auf dem Gelände des ehemaligen Hafenkrankenhauses
Gebühr: 15 €
APH-Mitglieder: 12 €
WeiterbildungsteilnehmerInnen : 10 €
Fortbildungspunkte: 2


Vortrag im Rahmen der Psychodynamischen Werkstattgespräche der APH
„Anders sein macht krank?“


Freitag 25.03.2022 von 20 – 22 Uhr
Dr. med. Wolfgang Kämmerer


Jeder ist eingebettet in den sozio-kulturellen Kontext seiner Zeit, seiner Familie und seiner selbst
gewählten Bezugsgruppe, ist immer Teil von Beziehungen, muss sich anpassen, um zu kooperieren.
Menschen ähneln einander und doch ist jeder dem Anderen zugleich ein Anderer, fremd, bleibt ihm
fremd. Gruppen nivellieren sich auf ein Niveau, das dem Durchschnitt der Mehrheit entspricht.
Abweichende, zu kritische Meinungen sind unerwünscht, müssen zurückgewiesen werden, damit der
Zusammenhalt der Gruppe nicht in Fragen gestellt wird. Je bedrohlicher diesbezüglich eine andere
Meinung ist, desto entschiedener die Zurückweisung. Doch jeder ist anders, keine zwei sind gleich.
Jedem steht eine Mehrheit an Anderen und deren Wortführer gegenüber. Für „Ausreißer nach unten“,
die nicht so leicht mitkommen, wird das Niveau des Vorgehens und der erstrebten Leistung solange
abgesenkt, bis sich alle dazugehörig fühlen.
Was geschieht mit den Besonderen, die „nach oben“ ausreißen, den eher Stillen, Schnellen, Kreativen,
hoch oder besonders Begabten? Gerade von ihnen erwartet man diese Anpassung, sie sollen genau
das zu lassen, was sie auszeichnet, ihre Wissbegier, scheinbar Eindeutiges zu hinterfragen und
Unbekanntes zu erforschen, zu experimentieren auf eigene Weise, eben zu sein, wie sie – unfreiwillig,
sie haben es sich nicht ausgesucht – sind. Wollen sie nicht als „elitär“, „abwegig“, auch als paranoid
oder phobisch diskreditiert und ausgeschlossen werden, müssen sie sich fügen, anpassen, um nicht
aufzufallen. Aber, wer sich nicht zeigen darf, so wie er ist, kann nicht als Person erkannt, anerkannt
und respektiert werden. Anpassung bis zur Aufgabe der eigenen Wünsche und Bedürfnisse, des
eigenen Selbst ist die Folge aus Angst vor der lautlosen Stille des ausgeschlossen Seins. Resignierter
Rückzug, Verbergen der eigenen Talente und Begabungen, die verkümmern, Leistungsverweigerung
(underachievement) sind die Folge. Die daraus resultierende umfassende Selbstunsicherheit schlägt
sich in allen Beziehungen und der gesamten Lebensführung nieder, macht letztlich in einem
umfassenden Sinn ‚bio-psycho-sozial‘ krank.
Kommen diese Menschen in Therapie, sind sie in aller Regel sehr höflich, zugewandt und zugleich
verhalten, aufmerksam, erfassen leicht die Regeln und das Vorgehen, passen sich an bis zur Karikatur,
lassen den Anderen nicht aus den Augen, um eine mögliche Enttäuschung unbedingt zu vermeiden.
Aggressive Themen, Wut, Hass, aber auch Sehnsüchte bleiben aus der Beziehung, werden
rationalisiert oder – seltener – provokant agiert. Die Angst des Patienten, nicht sein zu dürfen, wie er
ist, womöglich intelligenter, führt zu Überanpassung und dadurch zur Entleerung der Beziehung und
Stillstand des Prozesses. Dies stellt eine große Herausforderung dar. Nach einem Überblick über die
Problematik soll dies unter klinischen und behandlungstechnischen Aspekten diskutiert werden.


Teilnehmerzahl: bis max. 30 Personen
Anmeldung: erforderlich
Ort: APH
Seewartenstraße 10 Haus 4 in 20459 Hamburg
auf dem Gelände des ehemaligen Hafenkrankenhauses
Gebühr: 15 €
APH-Mitglieder: 12 €
WeiterbildungsteilnehmerInnen : 10 €
Fortbildungspunkte: 2


Vortrag im Rahmen der Psychodynamischen Werkstattgespräche der APH
„Institutionen und Machtmissbrauch

Wie können wir die Dynamik psychoanalytischer Institutionen verstehen?
Freitag 01.07.2022 von 20 – 22 Uhr
Dr. med Andreas Herrmann
M. A. (DGPT, DPG, IPA), Lehranalytiker und Supervisor der Akademie für Psychoanalyse
und Psychotherapie München


Die meisten Psychoanalytiker sind mit ihrer individuellen Berufstätigkeit überaus zufrieden,
äußern sich aber häufig negativ über die institutionellen Bedingungen ihrer Tätigkeit. Um
diesen Zwiespalt besser verstehen zu können, werde ich versuchen, die Dynamik
psychoanalytischer Institutionen genauer in den Blick zu nehmen. Dazu gehe ich von einigen
allgemeineren Überlegungen zu dieser Problematik aus, wobei ich auch neuere
Diskussionsbeiträge einbeziehen werde.
Mit Hilfe soziologischer Konzepte versuche ich dann zu klären, was es bedeutet, wenn wir
von Institutionen sprechen. Zuletzt gehe ich ausführlicher darauf ein, wie wir als
Psychoanalytiker selbst unbewusst zu den Schwierigkeiten in unserer Zusammenarbeit
beitragen. Das in der Tradition des Tavistockinstituts entwickelte Instrumentarium der
psychodynamischen Organisationsberatung kann uns dabei helfen, die für unsere
Institutionen spezifische Form von gesellschaftlich produzierter Unbewusstheit aufzuheben
und unsere Organisationsstrukturen konstruktiv weiterzuentwickeln.
Vortrag und Diskussion


Teilnehmerzahl: bis max. 30 Personen
Anmeldung: support@aph-online.de
Ort: APH
Seewartenstraße 10 Haus 4 in 20459 Hamburg
auf dem Gelände des ehemaligen Hafenkrankenhauses
Gebühr: 15 €
APH-Mitglieder: 12 €
WeiterbildungsteilnehmerInnen : 10 €
Fortbildungspunkte: 2


Vortrag im Rahmen der Psychodynamischen Werkstattgespräche der APH
„Die Psychoanalyse und das Tragische“


Freitag (Termin noch unbekannt) von 20 – 22 Uhr
Dipl. Psych. Roman Lesmeister, Hamburg


Der Psychoanalyse, so wie sie im Denken Freuds ursprünglich Ausdruck gefunden hat, liegt
ein tragisches Menschenbild zugrunde. Ein Kernstück dieses Menschenbildes besteht in der
unauflöslichen Verschränkung von kausaler Determination und freier Selbstverantwortung
oder, in Begriffen der Ethik formuliert, dem Ineinander von Schuldlosigkeit und Schuld, einem
Schuldlos-Schuldig-Sein als Wesensmerkmal des Tragischen. Der Mensch kann nicht
anders als schuldig werden, und zwar paradoxerweise aus Gründen, über die er nicht
verfügt. Dazu gehören aus psychoanalytischer Sicht vor allem die prägenden Erfahrungen
der Frühzeit sowie die sich daran anschließende Dynamik des Unbewussten. Entwicklung
und psychische Funktionsweise der Persönlichkeit erweisen sich einerseits als durchgehend
kausal determiniert und somit als „unverschuldet“. Und gleichzeitig rechnet die
psychoanalytische wie jede andere Therapie damit, dass der Mensch als ethisches Subjekt
die Fähigkeit erlangen sollte, sein Handeln schuldhaft zu verantworten, so, als hätte er sich
frei dazu entschieden. Dieses Dilemma von tragischer Schuld, die zugleich tragische
Unschuld ist, durchzieht den psychoanalytischen Diskurs und wirft Fragen auf, die zu leicht
im Hintergrund des therapeutischen Praxisbetriebs verschwinden.
Die Vortrags- und Seminarveranstaltung befasst sich zunächst mit dem Grundverständnis
des Tragischen, insbesondere tragischer Schuld, unter Rückgriff auf die antike Tradition, so
wie uns diese exemplarisch im Ödipus-Stoff überliefert ist. Darauf aufbauend, werden
tragische Verflechtungen an der Arbeit des Unbewussten untersucht, wobei vor allem am
Beispiel der Identifizierung mit dem negativen Objekt die nicht nur Leid vermeidende,
sondern Leid erzeugende Funktion der Abwehrmechanismen zu betrachten sein wird. Ein
dritter Fragenkomplex richtet sich auf den Umgang mit Schuld (nicht nur Schuldgefühl!) und
Schuldfähigkeit im psychoanalytisch-psychotherapeutischen Dialog. Das grundsätzliche
Anliegen der Ausführungen geht dahin, das Tragische als irreduzibles Moment der conditio
humana anzuerkennen und einem therapeutischen Illusionismus entgegenzusetzen, der sich
mancherorts in psychotherapeutischen Theorie- und Praxiskonzepten ausgebreitet hat.
Teilnehmerzahl: bis max. 30 Personen


Anmeldung: erforderlich
Ort: APH
Seewartenstraße 10 Haus 4 in 20459 Hamburg
auf dem Gelände des ehemaligen Hafenkrankenhauses
Gebühr: 15 €
APH-Mitglieder: 12 €
WeiterbildungsteilnehmerInnen: 10 €
Fortbildungspunkte: 2


Workshop mit Prof. Dr.phil. Ralf T. Vogel
„Jungianische Essentials: Die Kernthemen der Analytischen Psychologie“


Samstag 11.03.2023 von 10 – 15:00 (3 DS)


C.G. Jung (1875-1961) entwickelte zu Beginn des letzten Jahrhunderts, heraus aus der
damaligen Psychoanalyse, ein eigenständiges tiefenpsychologisches Denk- und
Praxisgebäude, die Analytische Psychologie. Dabei stützte er sich neben seinen
umfangreichen Erfahrungen als Psychiater v.a. auf kultur- religions- und
geisteswissenschaftliche Erkenntnisse und Forschungsansätze und auf die europäische
sowie z.T. auch ostasiatische Philosophie. Das Seminar stellt die sechs zentralen Säulen der
Analytischen Psychologie vor und stellt dar, wie sich daraus ein umfassendes Welt- und
Menschenbild und gleichzeitig eine elaborierte klinische Theorie ableiten lässt.


Teilnehmerzahl: bis 16
Anmeldung: erforderlich
Ort: APH
Seewartenstraße 10 Haus 4 in 20459 Hamburg
auf dem Gelände des ehemaligen Hafenkrankenhauses
Gebühr: 80 €
APH-Mitglieder: 60 €
WeiterbildungsteilnehmerInnen: 30 €
Fortbildungspunkte: 6