Willkommen…

…bei der APH, der Arbeitsgemeinschaft für integrative Psychoanalyse, Psychotherapie & Psychosomatik Hamburg e. V. und der Akademie für Psychotherapie, Psychosomatik und Psychoanalyse Hamburg, APH gGmbH.

Seit 1990 bietet die APH gemäß den gesetzlichen Bestimmungen Aus- und Weiterbildung für ÄrztInnen, PsychologInnen, PädagogInnen und SozialpädagogInnen in folgenden Bereichen an:

  • Tiefenpsychologisch fundierte Psychotherapie (Erwachsene sowie Kinder –und Jugendliche)
  • Psychoanalyse (Erwachsene sowie Kinder- und Jugendliche)
  • Gruppenpsychotherapie

Die APH ist ein Aus- und Weiterbildungsinstitut mit der staatlichen Anerkennung (nach Psychotherapeutengesetz und gemäß der Hamburger Ärztekammer) und freies Institut der DGPT.

Außerdem werden vom Beirat der APH für bereits Approbierte (akkreditierte) Fortbildungsveranstaltungen angeboten, die auch KandidatInnen und interessierten Laien offen stehen.

Die APH hat eine schulenübergreifende, integrative Ausrichtung. Das bedeutet, dass die verschiedenen relevanten psychoanalytischen Schulen und Strömungen in Theorie und Praxis repräsentiert sind. Auch das gemeinsame Lehren und Lernen von Psychologen, Pädagogen und Ärzten ist uns in langer Tradition sehr wichtig.

Es besteht eine langjährige und positive Kooperation mit den ansässigen psychosomatischen Kliniken und Kliniken für Psychiatrie und Psychotherapie, so dass gute Möglichkeiten für die ausbildungsrelevanten Praktika gegeben sind.

Aktuelle Informationen

Auf Grund der aktuellen Pandemiesituation überdenken wir kontinuierlich alle Veranstaltungen.

Momentan sind geplant:

Semestereröffnung WS21

15. September 2021 um 20:00 Uhr – Dr. med Wilhem F. Preuss

Geschlechtsdysphorie und Geschlechtsinkongruenz in der Adoleszenz. Überlegungen zur Diagnostik und zur psychotherapeutischen Behandlung

Seit Anfang der 2000-er Jahre werden transsexuelle Jugendliche erfolgreich hormonell behandelt.

Die Zahl der Jugendlichen, die wegen Geschlechtsdysphorie unterschiedlicher Ausprägungen Hilfe suchen, ist seither ständig gestiegen. Bedenklich bis alarmierend ist, dass weibliche Jugendliche, die sich als „Trans-Männer“ verstehen, enorm zugenommen haben; unter ihnen viele, deren Geschlechtsdysphorie erst in der Pubertät aufgetreten ist. Auch Jugendliche, die sich als „non-binär“ bezeichnen, fordern Testosteron-behandlungen und irreversible Brust-Operationen von weiblich zu männlich ein. Nicht wenige dieser Patienten befinden sich in komplexen Reifungskrisen, leiden an schwer erkennbaren depressiven Verstimmungen oder versuchen, Traumatisierungen hinter sich lassen. Dies wird z.B. auf YouTube von jungerwachsenen Frauen bestätigt, die nach einer Transition von Frau zu Mann eine „Detransition“ von Mann zurück zu Frau unternommen haben, weil sie ihre Testosteronbehandlung und ihre Mastektomien in der Adoleszenz bereut haben.

Sowohl Transgender-Spezialist_innen, deren Aufgabe es ist, die Indikationen für somatische Behandlungsmaßnahmen zu stellen, als auch Kinder- und Jugendpsychotherapeutinnen und Jugendpsychotherapeuten, auf deren Mitbehandlung der Patienten die Spezialambulanzen oft angewiesen sind, stehen damit vor enormen diagnostischen und therapeutischen Herausforderungen. Dabei gilt es vor allem, die sexuellen und psychosexuellen Entwicklungs-blockaden aber auch die individuellen Entwicklungsbedürfnisse der Patienten zu beachten.

Vortrag im Rahmen der Psychodynamischen Werkstattgespräche der APH „Verschlossene Räume – traumatische Gefühle: Gedanken zum Frühwerk des japanischen Malers On Kawara“oder wie das Trauma die Seele zerstört

Teilnehmezahl: offen

Anmeldung: fortbildung@aph-online.de

Ort: online (zoom)

Fortbildungspunkte: 2



Freitag 15. Oktober 2021 von 20:00 – 22:00 Uhr
Dr. med. Jochen Peichl, Nürnberg


Ehemaliger Lehranalytiker am Institut für Psychoanalyse Nürnberg, EMDR- und Ego State Therapeut. Bis Ende 2010 OA der Klinik für Psychotherapie und Psychosomatik am Klinikum Nürnberg. Jetzt in freier Praxis und Leiter des Institutes für hypnoanalytische Teiletherapie InHAT sowie aktiver Kunststudent.


Jochen Peichl geht der Frage nach, wie sich klinische Zeichen der Traumatisierung im Leben eines Menschen in seinem künstlerischen Schaffen repräsentieren und wie die traumatische Erfahrung im Dialog mit dem Betrachter des Kunstwerkes sich diesem mitteilt.


Nach einer Reihe von theoretischen Überlegungen zum Verhältnis von individueller Traumaerfahrung und künstlerischem Ausdruck auf dem Hintergrund eines psychoanalytischen Modells der Traumaverarbeitung, werden die abstrakten Hypothesen am Frühwerk des japanischen Malers On Kawara diskutiert. An Hand eigener Assoziationen, Literaturzitaten und
Kontextinformationen soll gezeigt werden, wie sich das Trauma der Kapitulation 1945 in Japan, der Schrecken der beiden Atombombenabwürfe über Hiroshima und Nagasaki in der 1953 – 54 gemalten Serie „Bathroom” widerspiegelt und das unendliche Leid durch On Kawara in atemberaubender Verdichtung bezeugt wird.


Teilnehmerzahl: bis max. 30 Personen
Anmeldung: nicht erforderlich
Ort: APH – Seewartenstraße 10 Haus 4 in 20459 Hamburg auf dem Gelände des ehemaligen Hafenkrankenhauses
Gebühr: 12 €
WeiterbildungsteilnehmerInnen : 8 €
Fortbildungspunkte: 2


FORTBILDUNG MIT FILM
„Das weiße Band“ von Michael Haneke, Goldene Palme 2009

Freitag 12. November 2021 von 20:00 – 23:00 Uhr
Frau Dr. med. Gabriele Ramin, Hamburg

Fachärztin für Psychotherapeutische Medizin (DGPM), in eigener Praxis seit 1986 in Hamburg. Seit 25 Jahren Seminare u.a. zu den Themen „Kindertherapie“, „Sprachentwicklung und Sprachstörungen“, „Essstörungen“„Sexueller Mißbrauch“. Lehrtherapeutin am Fritz Perls Institut. Supervisorin (DGSv), Dozentin an der APH und des IfP Instituts für Psychotherapie der Universität Hamburg) „Das weiße Band“ von Michael Haneke wurde nach seinem Erscheinen rasch zu einem viel gesehenen Film. Er beschreibt eindringlich und intensiv die Geschichte eines kleinen Dorfes und seiner Kinder vor dem ersten Weltkrieg – in der Zeit der sog. Schwarzen Pädagogik, wie wir sie aus dem ausgehenden 19 Jhd. kennen. Wikipedia schreibt: „Der Film verdeutlicht das bedrückende, insbesondere für die Heranwachsenden traumatisierende soziale und zwischenmenschliche Klima der damaligen Zeit, das selbst im engen Familienkreis von Unterdrückung und Verachtung, Misshandlung und Missbrauch sowie Frustration und emotionaler Distanz geprägt ist.“

Wir wollen uns mittels unseres tiefenpsychologisch geprägten Verständnisses an die Betrachtung dieses Films machen, um die Hintergründe und innerseelischen Folgen einer solchen Erziehung zu beleuchten.
Anschließend Diskussion

Teilnehmerzahl: max. 30 Personen
Anmeldung: nicht erforderlich
Ort: APH – Seewartenstraße 10 Haus 4 in 20459 Hamburg auf dem Gelände des ehemaligen Hafenkrankenhauses
Termin: Freitag
Uhrzeit: 20 bis ca, 23 Uhr
Gebühr für Vortrag: 12,- €
Weiterbildungsteilnehmerinnen der APH: 8,- €
Fortbildungspunkte: 2


„Der Fall Wilhelm Reich“. Österreich 2012

Regie: Antonin Svoboda. Darsteller: Karl Maria Brandauer, Julia Jentsch
Länge: 110 Min.


Freitag 03. Dezember 2021 von 20:00 – 23:00 Uhr
Dr. phil. Bernd Nitzschke, Düsseldorf


Diplom-Psychologe – Psychoanalytiker (DGPT), Psychologischer Psychotherapeut. Autor. Stichpunktartige Erläuterungen (ca. 15 min) wichtiger biographischer Zusammenhänge, die dem Verständnis des Films dienen, in dem – mit Rückschau auf sein Leben vor der Emigration – die Geschehnisse der letzten Lebensjahre Wilhelm Reichs in die USA. gezeigt werden: Reich als Schüler Freuds in den 1920er Jahren; Reichs politisches Engagement (Psychoanalyse und Marxismus); Reichs Kampf gegen den Faschismus; Reichs Ausschluss aus der Internationalen Psychoanalytischen Vereinigung; Reichs Orgontheorie; Verhaftung
und Tod Reichs in einem Gefängnis in den USA. Anschließend Diskussion


Teilnehmerzahl: max. 30 Personen
Anmeldung: erforderlich
Ort: APH – Seewartenstraße 10 Haus 4 in 20459 Hamburg
auf dem Gelände des ehemaligen Hafenkrankenhauses

Gebühr für Vortrag: 12 €
WeiterbildungsteilnehmerInnen der APH: 8 €
Fortbildungspunkte: 2


Workshop mit Dr. Bernd Nitzschke zu Vortrag und Film
„Der Fall Wilhelm Reich“


Samstag 04. Dezember 2021 von 9:30 – 16:00 Uhr


Vertiefung (Vortrag zur Werkbiographie Wilhelm Reichs mit Diskussion)
Welche Zusammenhänge gibt es zwischen Wilhelm Reichs Werk und seiner
Lebensgeschichte? Es geht dabei u. a. um folgende Fragen:
Wie viele Traumata hätte Wilhelm Reich symptomfrei überstehen müssen, um sich und sein
Werk davor zu bewahren, als verrückt abgestempelt zu werden?

  1. Die Psychoanalyse im Dritten Reich
    Warum wurde Wilhelm Reich nach Hitlers Regierungsantritt per Geheimbeschluss aus den
    psychoanalytischen Organisationen ausgeschlossen?
  2. Die Aufarbeitung der Geschichte der Psychoanalyse im Dritten Reich nach 1945
    • Wurde Wilhelm Reich nach 1945 von den Funktionären der Internationalen
    Psychoanalytischen Vereinigung (IPV), der Deutschen Psychoanalytischen
    Vereinigung (DPV) und der Deutschen Psychoanalytischen Gesellschaft (DPG) als
    Verfolgter des NS-Regimes anerkannt?
    • Wie würdigten die Repräsentanten der psychoanalytischen Institutionen Wilhelm
    Reichs Widerstand gegen das nationalsozialistische Terrorregime?
    • Gab es nach dem Ende des II. Weltkriegs Versuche, Wilhelm Reichs Widerstand
    gegen Hitler mit Hinweis auf seine Persönlichkeit zu diskreditieren?
    14.30-16.00 Uhr (1 DS)
  3. Diskussion von Ausschnitten aus Wilhelm Reichs „Massenpsychologie des Faschismus“
    (1933) (das gesamte Hörbuch dauert ca. 2 Stunden).

  4. Teilnehmerzahl: bis 16
    Anmeldung: erforderlich
    Ort: APH – Seewartenstraße 10 Haus 4 in 20459 Hamburg
    auf dem Gelände des ehemaligen Hafenkrankenhauses
    Gebühr: wird noch bekannt gegeben
    WeiterbildungskandidatInnen : wird noch bekannt gegeben
    Fortbildungspunkte: 6

November 2021

Fallseminar NFIP im Bremer Institut PSIB