Willkommen…

…bei der APH, der Arbeitsgemeinschaft für integrative Psychoanalyse, Psychotherapie & Psychosomatik Hamburg e. V. und der Akademie für Psychotherapie, Psychosomatik und Psychoanalyse Hamburg, APH gGmbH.

Seit 1990 bietet die APH gemäß den gesetzlichen Bestimmungen Aus- und Weiterbildung für ÄrztInnen, PsychologInnen, PädagogInnen und SozialpädagogInnen in folgenden Bereichen an:

  • Tiefenpsychologisch fundierte Psychotherapie (Erwachsene sowie Kinder –und Jugendliche)
  • Psychoanalyse (Erwachsene sowie Kinder- und Jugendliche)
  • Gruppenpsychotherapie

Die APH ist ein Aus- und Weiterbildungsinstitut mit der staatlichen Anerkennung (nach Psychotherapeutengesetz und gemäß der Hamburger Ärztekammer) und freies Institut der DGPT.

Außerdem werden vom Beirat der APH für bereits Approbierte (akkreditierte) Fortbildungsveranstaltungen angeboten, die auch KandidatInnen und interessierten Laien offen stehen.

Die APH hat eine schulenübergreifende, integrative Ausrichtung. Das bedeutet, dass die verschiedenen relevanten psychoanalytischen Schulen und Strömungen in Theorie und Praxis repräsentiert sind. Auch das gemeinsame Lehren und Lernen von Psychologen, Pädagogen und Ärzten ist uns in langer Tradition sehr wichtig.

Es besteht eine langjährige und positive Kooperation mit den ansässigen psychosomatischen Kliniken und Kliniken für Psychiatrie und Psychotherapie, so dass gute Möglichkeiten für die ausbildungsrelevanten Praktika gegeben sind.

Aktuelle Informationen

Semestereröffnung Sommersemester 2024

21. Februar 2024 – 20:00 Uhr

Arnhild Uhlich – Bewerbung um den Status als Gruppen-Selbsterfahrungs-Leiterin 

Die Psychoanalytische Kulturtheorie und die Entwicklung der Gruppennalyse – Konstruktive und destruktive therapeutische und gesellschaftspolitische Wechselwirkungen

Wenn wir die psychoanalytische Kulturtheorie bis zur kritischen Theorie mit der sich entwickeltenden Gruppenanalyse und Gruppentherapie in den letzten 100 Jahren zusammen denken, entdecken wir wechselseitige regressive und progressive Beispiele und Entwicklungsmöglichkeiten. Das betrifft sowohl den therapeutischen Bereich und die Behandlungspraxis, als auch die Konfliktstruktur in Institutionen. Die gegensätzlichen Dynamiken finden auch im gesellschaftspolitischen Bereich ihre Parallelen in der Fähigkeit zu demokratischer Reife mit Kooperation und Toleranz einerseits, oder in den aktuellen, destruktiven, populistischen Spaltungstendenzen.

Angesichts der aktuellen bedrohlichen politischen Krisen (Ukraine, Nah-Ost, etc..) und der gleichzeitigen Verunsicherung durch die strukturellen Veränderung in der Psychotherapeut:innen-Ausbildung mit ihren Folgen für die Ausbildungs-Institute, möchte ich skitzenhaft die wechselseitigen Einflüsse der Psychoanalytischen Kulturtheorie und der Entwicklung Gruppenanalyse mit ihren unterschiedlichen Strömungen beispielhaft vorstellen und für die wiederkehrenden dynamischen Prozesse sensibilisieren.

Teilnehmerzahl:  Präsenz bis max. 35 Personen/ online unbegrenzt

Anmeldung: erforderlich

Ort: APH – Seewartenstraße 10 Haus 4 in 20459 Hamburg auf dem Gelände des ehemaligen Hafenkrankenhauses

Fortbildungspunkte: 2

zur Anmeldung


Vortrag im Rahmen der Psychodynamischen Werkstattgespräche der APH

„Warum nur Krieg“

 Einsichten und Ansichten eines Psychoanalytikers

Freitag, 12.04.2024 von 20:00 – 22:00 Uhr

Dr. Christoph Seidler

Christoph Seidler, Priv.-Doz. Dr. sc. med., ist Nervenarzt, Psychoanalytiker und Gruppenanalytiker im Ruhestand. Von 1990 bis 2006 war er Vorsitzender der Arbeitsgemeinschaft für Psychoanalyse und Psychotherapie Berlin (APB). Er ist Mitbegründer des Berliner Instituts für Gruppenanalyse (BIG). Zuletzt veröffentlichte er Psychoanalyse und Gesellschaft (2015), Intersubjektivität als Common Ground (Gruppenanalyse, 2018), Beziehungen mit Autoritäten in der Gruppenanalyse (gem. mit R. Friedman, 2022) und Warum nur Krieg? (2021).

Ich möchte mit Ihnen zentrale Thesen aus meinem 2021 veröffentlichten Buch diskutieren, die seither immer aktueller wurden. Dem Buch „Warum nur Krieg?“ hatte ich ein besonderes Kapitel zu einem Projekt Frieden hinzugefügt, weil der UNO – Generalsekretär Guterres 2020 dazu aufgerufen hatte, alle Kraft der Pandemiebekämpfung zu widmen. Das hatte tatsächlich zur Folge: Die ganze Welt war ein paar Tage ohne Krieg – zum ersten Mal seit 1945. Das gab es – das kann es geben! Mein Buch war gerade erschienen, da brach Putin den Krieg gegen die Ukraine vom Zaun. Konflikt darf nicht automatisch Krieg heißen. Die Konflikte in der Welt nehmen zu: Bevölkerungswachstum, Migration, zunehmende Spaltung in Arm und Reich, Klima- und Hungerkatastrophen, Terroranschläge. Diese Probleme lösen immer wieder Kriege aus. Doch Krieg ist nie vernünftig. Mit Vernunft lässt sich auch kein Krieg propagieren, die Strukturmerkmale der Kriegspropaganda wurden von bereits 1926 von Ponsonby aufgelistet. Psychoanalyse und Gruppenanalyse sind konfliktfreudige Wissenschaften – sie zeigen Wege zum Umgang mit Konflikten auf. Sie können ihrem Wesen nach nicht anders, als kriegsfördernde Prozesse zu entlarven. Ohne dehumanisierende emotionale Spaltungen gibt es keinen Krieg. Die Entscheidung zum Krieg ist nicht zwangsläufig. Bei ihr spielen sicher psychosoziale Aspekte eine Rolle. Sobald ein Krieg „ausgebrochen“ ist, übernehmen schlagartig archaische Emotionen die Führung. Dem Konzept der „Soldatenmatrix“ von Robi Friedman ist ein ganzes Kapitel gewidmet, neben psychoanalytischen Konzepten z.B. von Stavros Mentzos, Vamik Volkan sowie eigenen Untersuchungen. Die gegenwärtigen Kriege bestätigen all diese Hypothesen. Es ist zum Verzweifeln.  Und nun? Weitermachen! – steht auf dem Grabstein von Herbert Marcuse auf dem Dorotheenstädtischen Friedhof in Berlin.

 

Teilnehmerzahl:  bis max. 35 Personen

Anmeldung: erforderlich

Ort: APH – Seewartenstraße 10 Haus 4 in 20459 Hamburg

        auf dem Gelände des ehemaligen Hafenkrankenhauses

Gebühr: 20 €

APH-Mitglieder: 15 €

WeiterbildungsteilnehmerInnen: 12 €

Fortbildungspunkte: 2

zur Anmeldung


Psychonsynamische Tage auf Langeoog 2024

20. – 24. Mai 2024

Anmeldung bitte über die Albertinen Akademie

Aus- und WeiterbildungsteilnehmerInnen erhalten 50% Rabatt auf den Anmeldepreis.


ONLINE – Vortrag im Rahmen der Psychodynamischen Werkstattgespräche der APH

„Implizite Kommunikation, Beziehungserfahrung und Veränderung in der Psychoanalyse

Freitag, 31.05.2024 von 20:00 – 22:00 Uhr

Prof. Dr. Stefan Doering

Univ.-Prof. Dr. Stephan Doering ist Leiter der Klinik für Psychoanalyse und Psychotherapie an der Medizinischen Universität Wien. Facharzt für Psychiatrie und Psychotherapie, Facharzt für Psychosomatische Medizin und Psychotherapie und Psychoanalytiker (Wiener Psychoanalytische Vereinigung, IPA). Darüber hinaus ist er past president der International Society or Transference-focused Psychotherapy (ISTFP) und der European Society for the Study of Personality Disorders (ESSPD). Forschungsschwerpunkte: Diagnostik und Behandlung von Persönlichkeitsstörungen, Psychotherapieforschung.

Wie entsteht Veränderung in der Psychoanalyse? Ist es wirklich das (bewusste) Verstehen als Folge einer treffenden Deutung? Wohl nicht – würde die Boston Change Process Study Group um Daniel Stern sagen. Veränderung setzt etwas mehr als die Deutung voraus, nämlich einen „Moment der Begegnung“. Insofern wir nicht bereit sind, diese Begegnungen als esoterische oder magische Phänomene anzusehen, die „eben wirken“, stellt sich uns die Frage, wie denn diese Begegnung jenseits der verbalen-kognitiven Interaktion stattfinden kann. Welche Kommunikationskanäle und welche Verstehensprozesse sind hier involviert?

Hat Freud noch zeitweise mit der Telepathie kokettiert so wissen wir heute recht genau, dass sich Übertragungsprozesse und projektive Identifikationen im interpersonalen Feld visuell, akustisch, und olfaktorisch vollziehen. Diese Interaktion zweier Körper ermöglicht eine implizite Beziehungserfahrung, die innerhalb beider Beteiligten erfahrungsabhängige intrapsychische Prozesse induzieren. Erst im letzten Schritt erfolgen Symbolisierung, Verbalisierung und die Kreation eines gemeinsamen verstehenden Narratives.

Literatur

Stephan Doering (2022) Resonanz Begegnung – Verstehen. Implizite Kommunikation in der therapeutischen Beziehung. Stuttgart: Klett-Cotta

 

Teilnehmerzahl:  unbegrenzt

Anmeldung: erforderlich

Ort: online

Gebühr: 20 €

APH-Mitglieder: 15 €

WeiterbildungsteilnehmerInnen: 12 €

Fortbildungspunkte: 2

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Vortrag im Rahmen der Psychodynamischen Werkstattgespräche der APH

Die Bedeutung von Schamaffekten im (psycho)therapeutischen Alltag. Oder: Wer schämt sich und für was?

Freitag, 08.11.2024 von 20:00 – 22:00 Uhr

Dipl. Psych. Micha Hilgers

Psychoanalytiker DGPT, Gruppenanalytiker, Organisationsberater D3G, Teamsupervisor DGSv, Supervision psychiatrischer Institutionen für Erwachsene, Kinder- und Jugendliche, JVA Aachen, Forensik Düren, zahlreiche Veröffentlichungen. Praxis im Rahmen der kassenärztlichen Versorgung in Aachen, Privatpraxis in Roetgen-Mulartshütte, Gutachter Richtlinienpsychotherapie

Schamgefühle sind alltäglich, sie begleiten Behandler wie Patienten und regulieren das Selbstsystem und soziale Beziehungen – sofern man nicht als offener Narzisst, Dissozialer oder Psychopath über ein kritikresistentes Größenselbst verfügt. Übermäßige Schamangst verhindert neue Erfahrungen der Patienten wie auch unbefangenes Verhalten ihrer Therapeuten bei zum Beispiel Anamnese, Exploration und Konfrontation im therapeutischen Prozess. Die Quellen von Scham sind dabei sehr verschieden. Der Vortrag liefert einen exemplarischen Überblick über typische Schamkonflikte im therapeutischen Alltag.

 

Teilnehmerzahl:  bis max. 35 Personen

Anmeldung: erforderlich

Ort: APH – Seewartenstraße 10 Haus 4 in 20459 Hamburg

 auf dem Gelände des ehemaligen Hafenkrankenhauses

Gebühr: 20 €

APH-Mitglieder: 15 €

WeiterbildungsteilnehmerInnen: 12 €

Fortbildungspunkte: 2

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APH Spezial Seminar

Die Bedeutung von Schamaffekten im (psycho)therapeutischen Alltag.  Oder: Wer schämt sich und für was?

Samstag, 09.11.2024 von 10:00 – 17:00 Uhr

Dr. Micha Hilgers, Aachen

Psychoanalytiker DGPT, Gruppenanalytiker, Organisationsberater D3G, Teamsupervisor DGSv, Supervision psychiatrischer Institutionen für Erwachsene, Kinder- und Jugendliche, JVA Aachen, Forensik Düren, zahlreiche Veröffentlichungen. Praxis im Rahmen der kassenärztlichen Versorgung in Aachen, Privatpraxis in Roetgen-Mulartshütte, Gutachter Richtlinienpsychotherapie

Das Seminar schließt an den Abendvortag an und dient der Vertiefung des Themas. Dabei haben die Teilnehmer die Gelegenheit, eigene Fallvignetten einzubringen. Gemeinsam überlegen wir die Dynamik von Gegenübertragung und Übertragung bei PatientInnen mit deutlicher Schamthematik, etwa sozialer Phobie, sexuellen Hemmungen oder umgekehrt bei Fehlen so genannter moralischer Affekte wie Scham- und Schuldgefühlen. Nach Abschluss eines Fallbeispiels gibt der Referent Inputs zu theoretischen Hintergründen oder technischen Interventionsmöglichkeiten.

Literatur

Hilgers M (2013) Scham. Gesichter eines Affekts. Göttingen: Vandenhoeck & Ruprecht

Hilgers M (2018) Der authentische Psychotherapeut. Bd. I: Lebendigkeit und Professionalität in der Therapie. Stuttgart: Schattauer

Hilgers M (2019) Der authentische Psychotherapeut. Bd. II: Komplexe Therapiesituationen. Stuttgart: Schattauer

Wurmser L (1980): Die Maske der Scham. Berlin, Heidelberg: Springer

Teilnehmerzahl:  bis 16

Anmeldung: erforderlich

Ort: APH

Seewartenstraße 10 Haus 4 in 20459 Hamburg

auf dem Gelände des ehemaligen Hafenkrankenhauses

Gebühr: 160

APH-Mitglieder: 120

WeiterbildungsteilnehmerInnen: 60

Fortbildungspunkte: 8

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