Willkommen…

…bei der APH, der Arbeitsgemeinschaft für integrative Psychoanalyse, Psychotherapie & Psychosomatik Hamburg e. V. und der Akademie für Psychotherapie, Psychosomatik und Psychoanalyse Hamburg, APH gGmbH.

Seit 1990 bietet die APH gemäß den gesetzlichen Bestimmungen Aus- und Weiterbildung für ÄrztInnen, PsychologInnen, PädagogInnen und SozialpädagogInnen in folgenden Bereichen an:

  • Tiefenpsychologisch fundierte Psychotherapie (Erwachsene sowie Kinder –und Jugendliche)
  • Psychoanalyse (Erwachsene sowie Kinder- und Jugendliche)
  • Gruppenpsychotherapie

Die APH ist ein Aus- und Weiterbildungsinstitut mit der staatlichen Anerkennung (nach Psychotherapeutengesetz und gemäß der Hamburger Ärztekammer) und freies Institut der DGPT.

Außerdem werden vom Beirat der APH für bereits Approbierte (akkreditierte) Fortbildungsveranstaltungen angeboten, die auch KandidatInnen und interessierten Laien offen stehen.

Die APH hat eine schulenübergreifende, integrative Ausrichtung. Das bedeutet, dass die verschiedenen relevanten psychoanalytischen Schulen und Strömungen in Theorie und Praxis repräsentiert sind. Auch das gemeinsame Lehren und Lernen von Psychologen, Pädagogen und Ärzten ist uns in langer Tradition sehr wichtig.

Es besteht eine langjährige und positive Kooperation mit den ansässigen psychosomatischen Kliniken und Kliniken für Psychiatrie und Psychotherapie, so dass gute Möglichkeiten für die ausbildungsrelevanten Praktika gegeben sind.

Aktuelle Informationen

Auf Grund der aktuellen Pandemiesituation überdenken wir kontinuierlich alle Veranstaltungen. Momentan sind geplant:

„Die Psychoanalyse und das Tragische“ – Werkstattgespräch

Freitag 18.06.21 von 20:00 – 22:00 Uhr

Roman Lesmeister

Der Psychoanalyse, so wie sie im Denken Freuds ursprünglich Ausdruck gefunden hat, liegt ein tragisches Menschenbild zugrunde. Ein Kernstück dieses Menschenbildes besteht in der unauflöslichen Verschränkung von kausaler Determination und freier Selbstverantwortung oder, in Begriffen der Ethik formuliert, dem Ineinander von Schuldlosigkeit und Schuld, einem
Schuldlos-Schuldig-Sein als Wesensmerkmal des Tragischen. Der Mensch kann nicht anders als schuldig werden, und zwar paradoxerweise aus Gründen, über die er nicht verfügt. Dazu gehören aus psychoanalytischer Sicht vor allem die prägenden Erfahrungen der Frühzeit sowie die sich daran anschließende Dynamik des Unbewussten. Entwicklung
und psychische Funktionsweise der Persönlichkeit erweisen sich einerseits als durchgehend kausal determiniert und somit als „unverschuldet“. Und gleichzeitig rechnet die psychoanalytische wie jede andere Therapie damit, dass der Mensch als ethisches Subjekt die Fähigkeit erlangen sollte, sein Handeln schuldhaft zu verantworten, so, als hätte er sich frei dazu entschieden. Dieses Dilemma von tragischer Schuld, die zugleich tragische Unschuld ist, durchzieht den psychoanalytischen Diskurs und wirft Fragen auf, die zu leicht im Hintergrund des therapeutischen Praxisbetriebs verschwinden. Die Vortrags- und Seminarveranstaltung befasst sich zunächst mit dem Grundverständnis des Tragischen, insbesondere tragischer Schuld, unter Rückgriff auf die antike Tradition, so wie uns diese exemplarisch im Ödipus-Stoff überliefert ist. Darauf aufbauend, werden tragische Verflechtungen an der Arbeit des Unbewussten untersucht, wobei vor allem am Beispiel der Identifizierung mit dem negativen Objekt die nicht nur Leid vermeidende, sondern Leid erzeugende Funktion der Abwehrmechanismen zu betrachten sein wird. Ein dritter Fragenkomplex richtet sich auf den Umgang mit Schuld (nicht nur Schuldgefühl!) und Schuldfähigkeit im psychoanalytisch-psychotherapeutischen Dialog. Das grundsätzliche Anliegen der Ausführungen geht dahin, das Tragische als irreduzibles Moment der conditio humana anzuerkennen und einem therapeutischen Illusionismus entgegenzusetzen, der sich
mancherorts in psychotherapeutischen Theorie- und Praxiskonzepten ausgebreitet hat.

Teilnehmerzahl:  max. 50

Anmeldung: erforderlich

Ort: APH – Seewartenstraße 10 Haus 4 in 20459 Hamburg

auf dem Gelände des ehemaligen Hafenkrankenhauses

Gebühr: 12 €

WeiterbildungskandidatInnen : 8 €

Fortbildungspunkte:2


„Der Fall Wilhelm Reich“. Österreich 2012


Regie: Antonin Svoboda. Darsteller: Karl Maria Brandauer, Julia Jentsch
Länge: 110 Min.


Freitag 03.12.21 von 20:00 – 23:00 Uhr
Dr. phil. Bernd Nitzschke, Düsseldorf


Diplom-Psychologe – Psychoanalytiker (DGPT), Psychologischer Psychotherapeut. Autor. Stichpunktartige Erläuterungen (ca. 15 min) wichtiger biographischer Zusammenhänge, die dem Verständnis des Films dienen, in dem – mit Rückschau auf sein Leben vor der Emigration – die Geschehnisse der letzten Lebensjahre Wilhelm Reichs in die USA. gezeigt werden: Reich als Schüler Freuds in den 1920er Jahren; Reichs politisches Engagement (Psychoanalyse und Marxismus); Reichs Kampf gegen den Faschismus; Reichs Ausschluss aus der Internationalen Psychoanalytischen Vereinigung; Reichs Orgontheorie; Verhaftung
und Tod Reichs in einem Gefängnis in den USA. Anschließend Diskussion


Teilnehmerzahl: max. 50 Personen
Anmeldung: erforderlich
Ort: APH – Seewartenstraße 10 Haus 4 in 20459 Hamburg
auf dem Gelände des ehemaligen Hafenkrankenhauses

Gebühr für Vortrag: 12 €
WeiterbildungskandidatInnen der APH: 8 €
Fortbildungspunkte: 2


Workshop mit Dr. Bernd Nitzschke zu Vortrag und Film
„Der Fall Wilhelm Reich“


Samstag 04.12.21 von 9:30 – 16:00
9:30 – 13 Uhr (2 DS)


Vertiefung (Vortrag zur Werkbiographie Wilhelm Reichs mit Diskussion)
Welche Zusammenhänge gibt es zwischen Wilhelm Reichs Werk und seiner
Lebensgeschichte? Es geht dabei u. a. um folgende Fragen:
Wie viele Traumata hätte Wilhelm Reich symptomfrei überstehen müssen, um sich und sein
Werk davor zu bewahren, als verrückt abgestempelt zu werden?

  1. Die Psychoanalyse im Dritten Reich
    Warum wurde Wilhelm Reich nach Hitlers Regierungsantritt per Geheimbeschluss aus den
    psychoanalytischen Organisationen ausgeschlossen?
  2. Die Aufarbeitung der Geschichte der Psychoanalyse im Dritten Reich nach 1945
    • Wurde Wilhelm Reich nach 1945 von den Funktionären der Internationalen
    Psychoanalytischen Vereinigung (IPV), der Deutschen Psychoanalytischen
    Vereinigung (DPV) und der Deutschen Psychoanalytischen Gesellschaft (DPG) als
    Verfolgter des NS-Regimes anerkannt?
    • Wie würdigten die Repräsentanten der psychoanalytischen Institutionen Wilhelm
    Reichs Widerstand gegen das nationalsozialistische Terrorregime?
    • Gab es nach dem Ende des II. Weltkriegs Versuche, Wilhelm Reichs Widerstand
    gegen Hitler mit Hinweis auf seine Persönlichkeit zu diskreditieren?
    14.30-16.00 Uhr (1 DS)
  3. Diskussion von Ausschnitten aus Wilhelm Reichs „Massenpsychologie des Faschismus“
    (1933) (das gesamte Hörbuch dauert ca. 2 Stunden).

  4. Teilnehmerzahl: bis 16
    Anmeldung: erforderlich
    Ort: APH – Seewartenstraße 10 Haus 4 in 20459 Hamburg
    auf dem Gelände des ehemaligen Hafenkrankenhauses
    Gebühr: wird noch bekannt gegeben
    WeiterbildungskandidatInnen : wird noch bekannt gegeben
    Fortbildungspunkte: 6

Geplant für Herbst 2021


FORTBILDUNG MIT FILM
„Das weiße Band“ von Michael Haneke, Goldene Palme 2009
Freitag 12.11.21 von 20:00 – 23:00 Uhr
Frau Dr. med. Gabriele Ramin, Hamburg


Fachärztin für Psychotherapeutische Medizin (DGPM), in eigener Praxis seit 1986 in Hamburg. Seit 25 Jahren Seminare u.a. zu den Themen „Kindertherapie“, „Sprachentwicklung und Sprachstörungen“, „Essstörungen“„Sexueller Mißbrauch“.
Lehrtherapeutin am Fritz Perls Institut. Supervisorin (DGSv), Dozentin an der APH und des IfP Instituts für Psychotherapie der Universität Hamburg)


„Das weiße Band“ von Michael Haneke …
…wurde nach seinem Erscheinen rasch zu einem viel gesehenen Film. Er beschreibt eindringlich und intensiv die Geschichte eines kleinen Dorfes und seiner Kinder vor dem ersten Weltkrieg – in der Zeit der sog. Schwarzen Pädagogik, wie wir sie aus dem
ausgehenden 19 Jhd. kennen. Wikipedia schreibt: „Der Film verdeutlicht das bedrückende, insbesondere für die Heranwachsenden traumatisierende soziale und zwischenmenschliche Klima der damaligen Zeit, das selbst im engen Familienkreis von Unterdrückung und Verachtung, Misshandlung und Missbrauch sowie Frustration und emotionaler Distanz
geprägt ist.“


Wir wollen uns mittels unseres tiefenpsychologisch geprägten Verständnisses an die Betrachtung dieses Films machen, um die Hintergründe und innerseelischen Folgen einer solchen Erziehung zu beleuchten. Anschließend Diskussion


Teilnehmerzahl: max. 50 Personen
Anmeldung: nicht erforderlich
Ort: APH – Seewartenstraße 10 Haus 4 in 20459 Hamburg
auf dem Gelände des ehemaligen Hafenkrankenhauses
Gebühr für Vortrag: 12,- €
WeiterbildungskandidatInnen der APH: 8,- €
Fortbildungspunkte: 2


Fortbildung mit Film
„Joker“ (Regie: Todd Phillips; USA 2019)
Freitag (Termin wird noch bekannt gegeben) von 20:00 – 23:00 Uhr
Dr. Theo Piegler, Hamburg

Dozent, Lehrtherapeut und Supervisor an der APH


Der Film ist eine Produktion von Warner Brothers, zu deren Imperium auch DC-Comics, ein bekannter Comic-Verlag, gehört. „Joker“ ist eine Comicverfilmung von Todd Phillips aus dem Jahr 2019, „basierend auf Figuren aus dem DC-Universum“. Trotz einer Reihe von Anspielungen ist der Film aber ein ganz eigenständiges Werk. Ende August 2019 hatte er bei den Filmfestspielen von Venedig seine Weltpremiere, wo er den „Goldenen Löwen“ gewann. Schon ehe er dann in die Kinos kam, hat er für viel Aufregung gesorgt. Ob die Figur des Jokers im aktuellen gesellschaftlichen Klima nicht eine Zumutung sei, warum man diese Geschichte überhaupt erzählen müsse, Amerika erlebe schließlich einen Gewaltakt von einem Typen wie Arthur Fleck, dem Protagonisten also, praktisch jede zweite Woche. Die „Süddeutsche Zeitung“ brachte es auf den Punkt: „Ein Meisterwerk, schreiben die einen; die Glorifizierung eines Massenmörders die anderen“. Der Film hat einen Traumstart hingelegt und bis Ende
2019 schon über 994 Millionen US-Dollar eingespielt. Damit ist er auf dem besten Weg, der erfolgreichste nur für Erwachsene zugelassene Blockbuster aller Zeiten zu werden. Was ist das Mysterium dieses polarisierenden Films, der die Geschichte eines als Clowns tätigen Mannes zeigt, der u.a. an einer Pseudobulbärparalyse leidet, die ihn gerade in Stresssituationen – völlig situationsinadäquat – lauthals loslachen lässt? Persönlich immer wieder gedemütigt und belogen, wird er, nachdem auch noch seine Therapie staatlicherseits gestrichen wird, zum Mörder und setzt ungewollt eine gesellschaftliche Bewegung in Gang, bei der sich in der unwirtlichen Megacity Gotham die Armen gegen die Reichen auflehnen. Anschließend Diskussion


Teilnehmerzahl: max. 50 Personen
Anmeldung nicht erforderlich
Ort: APH – Seewartenstraße 10 Haus 4 in 20459 Hamburg
auf dem Gelände des ehemaligen Hafenkrankenhauses
Gebühr für Vortrag: 12 €
WeiterbildungskandidatInnen der APH: 8 €
Fortbildungspunkte: 2


November 2021

Fallseminar NFIP im Bremer Institut PSIB


Vortrag im Rahmen der Psychodynamischen Werkstattgespräche der APH
„Bilder als Ausdruck des impliziten intersubjektiven Prozesses in der
Psychotherapie“


Freitag (Termin wird noch bekannt gegeben) von 20:00 – 22:00 Uhr
Herrn Priv. Doz. Dr. med. Wolfgang Milch


Vita und Abstract folgen


Teilnehmerzahl: max. 50 Personen
Anmeldung nicht erforderlich
Ort: APH – Seewartenstraße 10 Haus 4 in 20459 Hamburg
auf dem Gelände des ehemaligen Hafenkrankenhauses
Gebühr für Vortrag: 12 €
WeiterbildungskandidatInnen der APH: 8 €
Fortbildungspunkte: 2