Vortrag mit anschließender Diskussion im Rahmen der Psychodynamischen Werkstattgespräche der APH

Freitag 04. September 2020 von 20:00 – 22:00 Uhr

Herrn Dr. med. Jochen Peichl, Nürnberg

Herr Peichl war bis Ende 2010 Oberarzt der Klinik für Psychotherapie und Psychosomatik am Klinikum Nürnberg und ist jetzt in freier Praxis und als Leiter des Institutes für Hypno-analytische Teiletherapie InHAT tätig.

„Psychoanalyse-Hypnoanalyse-Ego-State-Therapie: Gemeinsames und Trennendes“,

Es war der Wiener Psychoanalytiker Paul Federn, der schon in den 30gern des letzten Jahrhunderts Zweifel an der Ich-Theorie seines Lehrers Sigmund Freund hegte und meinte, die innere Wirklichkeit seine Patienten lasse sich besser als ein Multidimensionales / multimodales Selbst beschreiben – im Gegensatz zur Vorstellung eines konsistenten, monolithischen Selbst bei Freud. Danach sind wir eine einzige Person, die aber aus einer Anzahl unterschiedlicher States besteht – wir sind polypsychisch.

Diese unterschiedlichen ich Zustände nennen wir „Ego States“, Teile, Seiten oder Parts. Die Innenteile entstehen durch normale Differenzierung in der Kindheit (Rollen), durch Verinnerlichung der Normen, Gebote und Haltungen wichtiger Bezugspersonen (Introjektion) und durch Traumatisierung.

Mein Ausgangspunkt ist der hypno-analytische Ego State Ansatz von John und Helen Watkins – eine Weiterführung der Ideen von Erika Fromm und Lewis Wolberg in den USA. Daraus ergibt sich ein sehr fruchtbarer und praxisnaher Ansatz, der für mich die Psychotherapie der letzten Jahre deutlich bereicherte. Ego States werden nicht nur als Ausdruck autobiografischer Erfahrung verstanden, sondern der funktionale Aspekt innerhalb eines Systems von Sub-Selbsten wird heute stärker gewichtet– ein inneres Familiensystem einzelner Teile. Diese Öffnung hin zur Systemtheorie und der Einsatz der Ego State Therapie in der Behandlung Trauma assoziierten Störungen, die ich in den letzten Jahren weiterentwickelt habe, soll kurz dargestellt werden.

Buchempfehlung:

Peichl, Jochen (2007): „Innere Kritiker, Helfer, Täter und Co. Ego State Therapie des

traumatisierten Selbst. Stuttgart Klett Cotta

Teilnehmerzahl: max. 50 Personen

Anmeldung nicht erforderlich

Ort: wird noch angegeben T

Gebühr:  12 €   WeiterbildungskandidatInnen der APH: 8 €

Fortbildungspunkte: 2     


Freitag, 11.09.2020 um 19 Uhr

Projektgruppe Zukunft



Semestereröffnung ONLINE – Fokaltherapie

Mittwoch, 16. September 2020 – 20:00 – 22:00 Uhr

Karl-Heinz Borns

Der Link für die online-Konferenz wird vor der Veransatltung von der Geschäftststelle versendet.


Fortbildung mit Film im Rahmen der APH

Freitag 23. Oktober 2020, von 20:00 -23:00 Uhr

Frau Dr. med. Gabriele Ramin, Hamburg

Fachärztin für Psychotherapeutische Medizin (DGPM), in eigener Praxis seit 1986 in Hamburg.  Seit 25 Jahren Seminare u.a. zu den Themen „Kindertherapie“, „Sprachentwicklung und Sprachstörungen“, „Eßstörungen“„Sexueller Mißbrauch“. Lehrtherapeutin am Fritz Perls Institut. Supervisorin (DGSv), Dozentin an der APH und des IfP Instituts für Psychotherapie der Universität Hamburg)

„Das weiße Band“ von Michael Haneke, Goldene Palme 2009

…wurde nach seinem Erscheinen rasch zu einem viel gesehen Film. Er beschreibt eindringlich und intensiv die Geschichte eines kleinen Dorfs und seiner Kinder vor dem ersten Weltkrieg – in der Zeit der sog. Schwarzen Pädagogik, wie wir sie aus dem ausgehenden 19 Jhd. kennen. Wikipedia schreibt:  „Der Film verdeutlicht das bedrückende, insbesondere für die Heranwachsenden traumatisierende soziale und zwischenmenschliche Klima der damaligen Zeit, das selbst im engen Familienkreis von Unterdrückung und Verachtung, Misshandlung und Missbrauch sowie Frustration und emotionaler Distanz geprägt ist.“

Wir wollen uns mittels unseres tiefenpsychologisch geprägten Verständnisses an die Betrachtung dieses Films machen, um die Hintergründe und innerseelischen Folgen einer solchen Erziehung  zu beleuchten.

Nach dem Film Diskussion.

Teilnehmerzahl: max. 50 Personen

Anmeldung: nicht erforderlich

Ort: APH

Gebühr für Vortrag: 12,- €

WeiterbildungskandidatInnen der APH: 8,- €

Fortbildungspunkte: 2


Vortrag mit anschließender Diskussion im Rahmen der Psychodynamischen Werkstattgespräche der APH

Freitag 13. November 2020 von 20:00 – 22:00 Uhr

Herrn Priv. Doz., Dr. med. Wolfgang Milch

Bilder als Ausdruck des impliziten intersubjektiven Prozesses in der Psychotherapie

Abstract folgt

Teilnehmerzahl: max. 50 Personen

Anmeldung nicht erforderlich

Ort: APH

Seewartenstraße 10 Haus 4 in 20459 Hamburg auf dem Gelände des ehemaligen HafenkrankenhausesT

Gebühr:  12 €   – WeiterbildungskandidatInnen der APH: 8 €

Fortbildungspunkte: 2


Fortbildung mit Film im Rahmen der APH

Freitag 20. November 2020 von 20:00 – 23:00 Uhr

Dr. Theo Piegler, Hamburg

Dozent, Lehrtherapeut und Supervisor an der APH

„Joker“ (Regie: Todd Phillips; USA 2019)

Der Film ist eine Produktion von Warner Brothers, zu deren Imperium auch DC-Comics, ein bekannter Comic-Verlag, gehört. „Joker“ ist eine Comicverfilmung von Todd Phillips aus dem Jahr 2019, „basierend auf Figuren aus dem DC-Universum“. Trotz einer Reihe von Anspielungen ist der Film aber ein ganz eigenständiges Werk. Ende August 2019 hatte er bei den Filmfestspielen von Venedig seine Weltpremiere, wo er den „Goldenen Löwen“ gewann. Schon ehe er dann in die Kinos kam, hat er für viel Aufregung gesorgt. Ob die Figur des Jokers im aktuellen gesellschaftlichen Klima nicht eine Zumutung sei, warum man diese Geschichte überhaupt erzählen müsse, Amerika erlebe schließlich einen Gewaltakt von einem Typen wie Arthur Fleck, dem Protagonisten also, praktisch jede zweite Woche. Die „Süddeutsche Zeitung“ brachte es auf den Punkt: „Ein Meisterwerk, schreiben die einen; die Glorifizierung eines Massenmörders die anderen“. Der Film hat einen Traumstart hingelegt und bis Ende 2019 schon über 994 Millionen US-Dollar eingespielt. Damit ist er auf dem besten Weg, der erfolgreichste nur für Erwachsene zugelassene Blockbuster aller Zeiten zu werden.

Was ist das Mysterium dieses polarisierenden Films, der die Geschichte eines als Clowns tätigen Mannes zeigt, der u.a. an einer Pseudobulbärparalyse leidet, die ihn gerade in Stresssituationen – völlig situationsinadäquat – lauthals loslachen lässt? Persönlich immer wieder gedemütigt und belogen, wird er, nachdem auch noch seine Therapie staatlicherseits gestrichen wird, zum Mörder und setzt ungewollt eine gesellschaftliche Bewegung in Gang, bei der sich in der unwirtlichen Megacity Gotham die Armen gegen die Reichen auflehnen.

Nach dem Film Diskussion.

Teilnehmerzahl: max. 50 Personen

Anmeldung nicht erforderlich

Ort: APH

Seewartenstraße 10 Haus 4 in 20459 Hamburg auf dem Gelände des ehemaligen Hafenkrankenhauses

Gebühr für Vortrag: 12,- €

WeiterbildungskandidatInnen der APH: 8,- €

Fortbildungspunkte: 2


28.11.2020

Fallseminar NFIP im Bremer Institut PSIB


Freitag 26. Februar 2021 von 20:00 – 23:00 Uhr

Herrn Dr. phil. Bernd Nitzschke, Düsseldorf
Diplom-Psychologe – Psychoanalytiker (DGPT)
Psychologischer Psychotherapeut

Der Fall Wilhelm Reich. Österreich 2012.

Regie: Antonin Svoboda. Darsteller: Karl Maria Brandauer, Julia Jentsch,

Länge: 110 Min.

Stichpunktartige Erläuterungen (ca. 15 min) wichtiger biographischer Zusammenhänge, die dem Verständnis des Films dienen, in dem – mit Rückschau auf sein Leben vor der Emigration – die Geschehnisse der letzten Lebensjahre Wilhelm Reichs in die USA. gezeigt werden: Reich als Schüler Freuds in den 1920er Jahren; Reichs politisches Engagement (Psychoanalyse und Marxismus); Reichs Kampf gegen den Faschismus; Reichs Ausschluss aus der Internationalen Psychoanalytischen Vereinigung; Reichs Orgontheorie; Verhaftung und Tod Reichs in einem Gefängnis in den USA.

Nach dem Film Diskussion.

Teilnehmerzahl: max. 50 Personen

Anmeldung: nicht erforderlich

Ort: APH

Seewartenstraße 10 Haus 4 in 20459 Hamburg auf dem Gelände des ehemaligen Hafenkrankenhauses

Gebühr für Vortrag: 12,- €

WeiterbildungskandidatInnen der APH: 8,- €

Fortbildungspunkte: 2


Workshop mit Herrn Bernd Nitzschke zu Vortrag und Film

Samstag 27. Februar 2021 von 9:30 – 16:00 Uhr

Der Fall Wilhelm Reich. 9 – Vertiefung (Vortrag zur Werkbiographie Wilhelm Reichs mit Diskussion)

Welche Zusammenhänge gibt es zwischen Wilhelm Reichs Werk und seiner Lebensgeschichte? Es geht dabei u. a. um folgende Fragen:

Wie viele Traumata hätte Wilhelm Reich symptomfrei überstehen müssen, um sich und sein Werk davor zu bewahren, als verrückt abgestempelt zu werden?

1.     Die Psychoanalyse im Dritten Reich

Warum wurde Wilhelm Reich nach Hitlers Regierungsantritt per Geheimbeschluss aus den psychoanalytischen Organisationen ausgeschlossen?

2.     Die Aufarbeitung der Geschichte der Psychoanalyse im Dritten Reich nach 1945

  • Wurde Wilhelm Reich nach 1945 von den Funktionären der Internationalen Psychoanalytischen Vereinigung (IPV), der Deutschen Psychoanalytischen Vereinigung (DPV)und der Deutschen Psychoanalytischen Gesellschaft (DPG) als Verfolgter des NS-Regimes anerkannt?
  • Wie würdigten die Repräsentanten der psychoanalytischen Institutionen Wilhelm Reichs Widerstand gegen das nationalsozialistische Terrorregime?
  • Gab es nach dem Ende des II. Weltkriegs Versuche, Wilhelm Reichs Widerstand gegen Hitler mit Hinweis auf seine Persönlichkeit zu diskreditieren?

14.30-16.00 Uhr (1 DS)

3.     Diskussion von Ausschnitten aus Wilhelm Reichs „Massenpsychologie des Faschismus“

(1933) (das gesamte Hörbuch dauert ca. 2 Stunden). 

Teilnehmerzahl:  bis 16

Anmeldung: erforderlich

Ort: APH

Seewartenstraße 10 Haus 4 in 20459 Hamburg auf dem Gelände des ehemaligen Hafenkrankenhauses

Gebühr: wird noch bekannt gegeben

WeiterbildungskandidatInnen : wird noch bekannt gegeben

Fortbildungspunkte: 6


Vortrag mit anschließender Diskussion im Rahmen der Psychodynamischen Werkstattgespräche der APH

Freitag 19. März 21 von 20:00 – 22:00 Uhr

Herrn Prof. Dr. phil. Ralf T. Vogel, Ingolstadt

 Diplom-Psychologe, Lehranalytiker (DGPT, DGAP)

  • wissenschaftlichen Beirat der Lindauer Psychotherapiewochen
  • seit 2012 Honorarprofessor an der Hochschule für Bildende Künste Dresden

„Werde der/die Du bist“ – Das Individuationskonzept der Analytischen Psychologie C. G. Jungs“

In Abgrenzung und in Ergänzung zu seinem früheren Lehrer und späteren Konkurrenten Sigmund Freud entwickelte der Schweizer Psychiater und Psychologe C.G. Jung eine erste ‚life-span‘- Entwicklungspsychologie mit besonderer Berücksichtigung des Erwachsenenalters. Dieses sehr moderne „Aufgabenmodell“ der psychischen Entwicklung beschreibt den paradoxen Vorgang der Abgrenzung und damit Ausbildung von Besonderheit einerseits und der Bindung und des Erlebens von Zugehörigkeit andererseits. Der Vortrag stellt dieses Modell als Theorie der seelischen Entwicklung, aber auch als therapeutische Prozesstheorie vor und leitet erste praktisch-psychotherapeutische Konsequenzen ab.

Teilnehmerzahl: bis max. 50 Personen

Anmeldung: nicht erforderlich

Ort: APH

Seewartenstraße 10 Haus 4 in 20459 Hamburg auf dem Gelände des ehemaligen Hafenkrankenhauses

Gebühr für Vortrag: 12,- €

WeiterbildungskandidatInnen der APH: 8,- €

Fortbildungspunkte: 2


Workshop mit Herrn Prof. Dr.phil. Ralf T. Vogel

Samstag 20. März 2021 von 10:00 – 15:00 Uhr (3 DS)

„Jungianische Essentials: Die Kernthemen der Analytischen Psychologie

C.G. Jung (1875-1961) entwickelte zu Beginn des letzten Jahrhunderts, heraus aus der damaligen Psychoanalyse, ein eigenständiges tiefenpsychologisches Denk- und Praxisgebäude, die Analytische Psychologie. Dabei stützte er sich neben seinen umfangreichen Erfahrungen als Psychiater v.a. auf kultur- religions- und geisteswissenschaftliche Erkenntnisse und Forschungsansätze und auf die europäische sowie z.T. auch ostasiatische Philosophie. Das Seminar stellt die sechs zentralen Säulen der Analytischen Psychologie vor und stellt dar, wie sich daraus ein umfassendes Welt- und Menschenbild und gleichzeitig eine elaborierte klinische Theorie ableiten lässt

Teilnehmerzahl:  bis 16

Anmeldung: erforderlich

Ort: APH

Seewartenstraße 10 Haus 4 in 20459 Hamburg auf dem Gelände des ehemaligen Hafenkrankenhauses

Gebühr: wird noch bekannt gegeben

WeiterbildungskandidatInnen : wird noch bekannt gegeben

Fortbildungspunkte: 6